Lesenswert (brand eins) – Bowlen Sie noch, oder flippern Sie schon?

Ein feiner Artikel im Magazin brand eins (Ausgabe 02/2015) trifft den Nagel ziemlich gut auf den Kopf, zumindest für mein Empfinden. In a nutshell: Rollte die Marketingkugel früher über halbwegs überschaubare Bowlingbahnen (die dann schon oder nicht trafen, aber schön fachmännisch interpretierbar waren), spielen wir im Marketing heute Flipper mit vielen Kugeln und wenig Kontrolle (denn wieviel Kontrolle liefern die vielen neuen Kennzahlen aus der digitalen Welt wirklich?).

Eine Stelle im Artikel finde ich besonders spannend und deckt sich völlig mit meinem Eindruck der Geschehnisse. Zitiert wird Thorsten Hennig-Thurau, Professor für Marketing und Medien an der Universität in Münster, dessen Beobachtung zufolge weicht „die weinerliche Stimmung im Management etablierter Unternehmen der Haltung: Lasst uns die digitale Herausforderung annehmen. Die Bowling-Ära war für uns eine extrem geile Zeit. Aber die kommt nicht zurück. Und vielleicht macht flippern ja sogar noch mehr Spaß.“

Ja, flippern man Spaß! Und das sage ich als waschechtes „Hybrid der Marketinggenerationen“. Es ist spannend, die Generationenbrücke zu schlagen, altes Basiswissen wie „der Kunde ist König“ in die neue „LOL und Per-Click Welt“ hinüber zu retten! Wie alles auf der Welt ist es ein Findungsprozess, mit Teamwork und mit Konkurrenzkampf. Der Spielzeugladen hat sich eben verändert, nicht aber die Lust am Spielen selbst. Und wie Muttern einst schon sagte: „Spielt mit dem, was da ist oder lasst Euch etwas einfallen“.

Zum Artikel: http://www.brandeins.de/archiv/2015/marketing/wie-funktioniert-gutes-marketing-flipper-statt-bowling/